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Einschätzverfahren

Im Auftrag des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kul­tur wurde das Verfahren zur Einschätzung des Sprachförderbedarfs von Prof. Dr. Gisela Kammermayer, Dr. Susanna Roux und Dipl.-Päd. Andrea Stuck (Universität Koblenz-Landau) entwickelt. Das Verfahren dient zur Einschätzung des Sprachförderbedarfs im Jahr vor der Einschulung. Es wird im Rahmen der Schulanmeldung bei den Kindern eingesetzt, die keine Kindertagesstätte besucht haben. Darüber hinaus kann es auch in Kinder­tagesstätten eingesetzt werden. Es eignet sich hier für alle Kinder, insbesondere aber für die Kinder, die erst ein Jahr vor Schulbeginn in den Kindergarten kommen. Da die Erzieherinnen und Erzieher in diesem Fall über die Sprachentwicklung und den Sprachstand dieser Kinder kaum etwas wissen, ist die systematische Einschätzung des Sprachstandes besonders wichtig, damit bis zum Beginn einer Förderung keine wertvolle Zeit vergeht.

 

Evaluation des Einschätzverfahrens

Die Evaluation des Verfahrens hat gezeigt, dass sich die Gesamtkonzeption bewährt hat und das Verfahren als sehr praxistauglich eingeschätzt wird. Aufgrund der Erfahrungen, die mit der ersten Erprobungsfassung gewonnen wurden, ist das Verfahren in geringem Umfang überarbeitet worden und in der aktuellen Fassung seit Herbst 2007 im Einsatz. Sowohl die Rückmeldungen aus den Kindertagesstätten als auch die Evaluation selbst machten deutlich, dass das Einschätzverfahren auch für den Einsatz im Kindergarten geeignet ist. Das Ministerium hat im Sommer 2007 allen Kindertagesstätten im Land ergänzend zu SISMIK und SELDAK das Verfahren empfohlen.


 

Kitas in RLP