Reformpädagogische Ansätze
Waldorf-Pädagogik
Seit 1919 gibt es mittlerweile in aller Welt pädagogische Einrichtungen, die ihre Methoden von der anthroposophischen Menschenkunde Rudolf Steiners (1861 - 1925) herleiten. Vereinfacht dargestellt bedeutet Waldorf-Pädagogik Vorbild und Nachahmung, Rhythmus und Wiederholung.
Der Ansatz orientiert sich an drei Entwicklungsstufen des Kindes: bis 2,5 Jahre, von 2,5 Jahren bis zum fünften Jahr und ab dem fünften Jahr. Ruhender Pol und zugleich wichtigste Person inmitten einer im ganzen Raum verteilt spielenden Kinderschar ist immer der tätige, vorbildgebende Erwachsene. An ihm lernen die Kinder wie selbstverständlich, dass der Mensch verantwortlich ist für den Fortgang des täglichen Lebens und dass er dafür Sorge trägt. Zu seinen Aufgaben gehört auch alles, was er denkt und fühlt, seine Gesinnung. Diese offenbart sich in seinen Handlungen und in der Ausstrahlung seines Wesens. Nachahmend haben sich die Kinder aufgerichtet und nachahmend lernen sie vom Menschen die Arbeiten des Lebens kennen, die auch teilweise in den Kindergarten hereingenommen werden können.

