Fachabteilung und SPFZ besuchen Kita Betzenberg Kaiserslautern

Am 16.10.2018 besuchten Vertreterinnen der Fachabteilung Frühkindliche Bildung und eine Vertreterin des Sozialpädagogischen Fortbildungszentrums in Mainz die neue Konsultationskindertagesstätte Betzenberg in Kaiserslautern.

Das Kita-Team gewährt Einblicke in die Arbeit zum Themenschwerpunkt „Lebenswelt- und Sozialraumorientierung – Analyse, Transfer, Gestaltung“.

Ein guter Kontakt zu den Eltern – insbesondere in Gebieten, die als „sozialer Brennpunkt“ bezeichnet werden - ist wesentlich für eine Zusammenarbeit zwischen den Eltern und den pädagogischen Fachkräften – davon kann man sich in dieser Kita ein eindrucksvolles Bild machen. Die Kitaleitung schildert, wie es ihr und ihrem Team gelingt, den oft schwierigen Kontakt zu stark belasteten Eltern, aufzunehmen und aufrecht zu erhalten. Ein besonders guter Zugang zu den Eltern ließe sich über die Tiere der Einrichtung erreichen. Die Tiere ermöglichen eine niedrigschwellige und gerade deshalb oft sehr erfolgreiche Begegnung und unterstützen den Beziehungsaufbau. In den Räumen der Kita, tummeln sich Fische, Vögel, Sumpfschildkröten, Molche, Wasserschleichen und Achatschnecken. Auch die Kinder profitieren von der tiergestützten Arbeit der Kita. So lernen die Kinder schon früh Verantwortung zu übernehmen und negative Gefühle, wie Enttäuschung und Verlust (wenn ein Tier stirbt) zu bewältigen. Besonderen Wert legt das Team auch auf die Vermittlung der artgerechten Haltung von Tieren und auf einen achtsamen Umgang mit allen Lebewesen.
Gerade auch vor dem sozialen Hintergrund vieler Kinder, die die Kita besuchen war es dem Team wichtig, allen Kinder die Teilnahme an einer täglich frisch gekochten Mahlzeit zu ermöglichen. Auch die Öffnungszeiten sind den Bedürfnissen der Eltern, die oft im Schichtdienst arbeiten, angepasst (6.30 Uhr bis 18.30 Uhr).
Hervorzuheben ist die gute Einbindung der Kita in den Stadtteil mit der bewussten Wahrnehmung der individuellen Lebensumstände aller Menschen vor Ort. Dazu gehört z.B. die enge Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und dem Allgemeinen Sozialen Dienst. In den Räumen der Einrichtung finden zudem Angebote für Eltern statt (aktuell bspw. „Rückenschule“). Das rückt den Bildungsort Kita in die Lebenswelt der Menschen und wirkt so nachhaltig in den Stadtteil hinein.

Das Team freut sich sehr über den regen Austausch mit BesucherInnen.

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