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Praxisanleitung in Rheinland-Pfalz

Im Rahmen der Novellierung der rheinland-pfälzischen Fachschulverordnung im Fachbereich Sozialwesen vom 2. Februar 2005 ist die Zusatzqualifikation „Praxisanleitung“ seit dem 01.08.2009 für die Fachkräfte verbindlich festgeschrieben worden, die angehende Erzieherinnen bzw. Erzieher und angehende Heilerziehungspflegerinnen bzw. Heilerziehungspfleger ausbilden wollen.

Dies war Anlass für das Ministerium die gemeinsame Entwicklung einer Rahmenvereinbarung mit den Trägerorganisationen anzuregen. Gemeinsam mit den Vertretern und Vertreterinnen der katholischen Bistümer, der evangelischen Landeskirchen, der LIGA der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege sowie der kommunalen Spitzenverbände wurde beschlossen, die Novellierung der Fachschulverordnung im Fachbereich Sozialwesen zum Anlass zu nehmen, eine trägerübergreifende Rahmenvereinbarung für Rheinland-Pfalz zu verabschieden. Ziel war es, eine Standardisierung zu erreichen und damit eine vergleichbare und abgesicherte Mindestqualität der unterschiedlichen Angebote zur Praxisanleitung für Rheinland-Pfalz sicherstellen zu können.

Die Rahmenvereinbarung benennt zentrale Standards und Fortbildungsinhalte zur Gestaltung von Fortbildungen für Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter. Aufgrund der Novellierung der Fachkräftevereinbarung 2015 ist auch die Ergänzung zur Rahmenvereinbarung zu berücksichtigen. Die konkrete Ausgestaltung geschieht trägerspezifisch.

Rheinland-pfälzischer Beirat zur Praxisanleitung

Im Rahmen der Umsetzung der Rahmenvereinbarung zur Praxisanleitung wurde ein Beirat gegründet. Dieser hat die Aufgabe einer kontinuierlichen Begleitung, Evaluation, Anpassung an neue pädagogische Gegebenheiten und ggf. Weiterentwicklung der Rahmenvereinbarung.

Der Beirat setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der katholischen Bistümer, der evangelischen Landeskirchen, der LIGA der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege, der kommunalen Spitzenverbände sowie des Bildungsministeriums zusammen.

Förderung durch das Land

Fortbildungen zur Praxisanleitung werden vom Land mit bis zu 400,-€ pro Tag in einem Umfang von 7 Tagen nach den Förderkriterien des Ministeriums für Bildung vom 01. Juli 2017 im Kontext des Fortbildungscurriculums für Erzieherinnen und Erzieher gefördert. Über das Landesamt für Soziales Jugend und Versorgung erhalten Sie Informationen zu den aktuellen Vorgaben und dem Antragsverfahren des Fortbildungsprogrammes für Erzieherinnen und Erzieher. 

Bundesprogramm "Lernort Praxis"

Ziel des Bundesprogramms „Lernort Praxis“ war es, die Qualität in den Kindertageseinrichtungen zu steigern, indem die Praxisanleitung gestärkt wird. Darüber hinaus sollte die Zusammenarbeit mit dem Lernort Schule, der die Gesamtverantwortung für die Ausbildung der frühpädagogischen Fachkräfte trägt, gefördert werden. Verschiedene Instrumente der Kooperation wurden in dem Projekt entwickelt um eine engere Verzahnung der beiden Lernorte zu erreichen. Von August 2013 bis 2016 wurden in einer Pilotphase 76 Projekte in sieben Bundesländern mit einer maximalen Projektlaufzeit von drei Jahren gefördert.