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Hubig und Placzek: 1.400 mehr Stellen durch Kita-Zukunftsgesetz. Dazu kommen weitere Stellen aus 52,5 Millionen Euro-Sozialraumbudget.

Am 1. Juli 2021 ist das neue Kita-Gesetz vollständig in Kraft getreten. Mit dem Kita-Zukunftsgesetz wurde auch ein neues Personalisierungssystem eingeführt, um einheitliche und transparente Standards in der Personalbemessung zu setzen und so für eine gleich gute Betreuung überall im Land zu sorgen. Seitens des Landes wurde damit die Grundlage dafür gelegt, dass mittlerweile 1.400 zusätzliche Personalstellen in den Kindertagesstätten geschaffen wurden. Mit weiteren Stellen ist zu rechnen, da aktuell noch vereinzelt Betriebserlaubnisse für die insgesamt 2.547 landesgeförderten Kindertagesstätten erteilt werden.
Group Of Young Children Running Towards Camera In Park
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„1.400 Stellen mehr für unsere Kitas – das ist eine tolle Nachricht für unsere Kita-Kinder, ihre Familien und die Teams in unseren Einrichtungen. Dazu kommen auch noch weitere Stellen, die über das 52,5 Millionen Euro finanzstarke Sozialraumbudget finanziert werden“, sagten Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig und der Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung, Detlef Placzek. Die Ministerin betonte: „Damit wir auch künftig gut qualifiziertes Personal für unsere Kitas haben, wird die Landesregierung eine Fachkräftekampagne starten. Das wird ein weiterer wichtiger Schritt für unsere Kitas sein. In den vergangen zehn Jahren haben wir dazu bereits die Ausbildungskapazitäten verdoppelt, zudem haben wir die berufsbegleitende Ausbildung zur Erzieherin verstetigt und die Ausbildung damit flexibilisiert. Wir setzen mit dem neuen Gesetz ganz wesentliche Anreize zur Fachkräftegewinnung und -sicherung. Hierzu zählt die Förderung von Praxisanleitungsstunden sowie die Tatsache, dass Auszubildende nicht mehr auf den Personalschlüssel angerechnet werden. Darüber hinaus schaffen wir mit der Fachkräftevereinbarung neue Qualifizierungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten und unterstützen die Arbeit multiprofessioneller Teams sowie profilergänzender Kräfte. Auch die akademische Ausbildung haben wir gestärkt: Rheinland-Pfalz verfügt mit den Studiengängen am Fachbereich Sozialpädagogik an der HS Koblenz über den Standort mit den meisten Studierenden für das Praxisfeld der Kindertagesbetreuung deutschlandweit.“

Abschließend bedankten sich Hubig und Placzek bei den Kita-Leitungen sowie den pädagogischen Fachkräften und dem gesamten Kita-Personal: „Ein erneut durch die Pandemie geprägtes Jahr neigt sich dem Ende entgegen. In unseren Kindertagesstätten wurde dabei hervorragende Arbeit geleistet, um den Jüngsten in unserem Bildungssystem frühkindliche Bildung, Erziehung und Betreuung zu ermöglichen. Dafür gilt Ihnen allen unser herzlicher Dank.“

Weitere Informationen
Mit aktuell rund 25.397 Vollzeitstellen hat sich die Anzahl der Stellen im Vergleich zum alten Personalisierungssystem um rund 1.400 erhöht. Dabei ist das zusätzliche Personal finanziert aus dem Sozialraumbudget, welches vom Land zur Verfügung gestellt und von den Kommunen verteilt wird, noch nicht eingerechnet. 2022 handelt es sich dabei um 52,5 Millionen Euro, die die Jugendämter vom Land Rheinland-Pfalz zusätzlich erhalten, um Personal für sozialräumliche Arbeit in Kindertagesstätten einsetzen zu können. Damit kann beispielsweise Kita-Sozialarbeit, Ergotherapie und vieles weitere mehr finanziert werden. Das Sozialraumbudget ist dynamisiert und wächst in jedem Jahr um 2,5 Prozentpunkte an.

Neben den pädagogischen Fachkräften kann in den Einrichtungen mit dem neuen Kita-Gesetz weiteres Personal eingesetzt werden. Dabei handelt es sich vor allem um die Wirtschaftskräfte, also Reinigungs- und Küchenpersonal, das die Erzieherinnen und Erzieher insbesondere in der Mittagszeit beim Kochen, Tischvorbereiten und hinterher beim Aufräumen unterstützen soll, damit sie sich auf die pädagogische Arbeit konzentrieren können. Auch dieses Personal ist in den genannten Stellen noch nicht enthalten.

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